Mode Männer dürfen es sich bequem machen
Paris - "Um modern zu sein, muss die Mode auch bequem sein", verkündete der niederländische Designer Lucas Ossendrijver, als er seine Kollektion für das Modehaus Lanvin präsentierte. Wie so etwas aussieht? Ossendrijver zeigt zum festlichen Gehrock etwa eine weite Hose aus Ballonseide, ärmellose T-Shirts kombiniert er mit Anzughosen. Auch Strickwesten und kurze Hosen gehören zu der neuen Kollektion.
Mit seiner Philosophie ist der Holländer nicht allein, wie man in den vergangenen Tagen auf den heute zu Ende gehenden Schauen in Paris erleben konnte. Auch andere Kollektionen setzten auf Bequemlichkeit: So präsentierte etwa Jean Paul Gaultier Pyjamaartige Anzüge, Yamamoto ließ Männer in Beutelhosen versinken.
Bei den Farben ist neben den Klassikern schwarz, weiß und beige vor allem grau wieder im Kommen. Schrill wird es bei den Accessoires: So schickte etwa der Russe Gaspard Yurkievich ein Model mit einer Schiebermütze mit Gesichtsschleier über den Laufsteg. Der japanische Kollege Seiichiro Shimamura entschied sich dagegen für ein paar Hörner als Kopfschmuck. Und das so auf Eleganz bedachte Haus Lanvin kann sich Männer mit Lackschuhen in türkis oder pink vorstellen.
Es geht noch extrovertierter: Während der Schauen waren auch männliche Models in Highheels zu sehen. Morgen dürfen allerdings die weiblichen Mannequins dieses ureigene Terrain zurückerobern: In Paris starten dann die Modeschauen für winterliche Damen-Haute-Coutüre.
str/AFP/dpa