Mode-Nepp Designerin verkauft Billigware als Eigenkreation
Köln - Die Kölner Polizei ermittelt wegen Betrugs gegen eine 65-jährige Designerin. Bei einer Durchsuchung ihres Hauses in einem Kölner Villenviertel stellten Beamte 86 Kleidungsstücke als Beweismittel sicher, berichtete die Polizei. Die Modeschöpferin, die früher auch als Model arbeitete, sei bereits einschlägig vorbestraft.
Die Polizei war ihr auf die Spur gekommen, nachdem mehrere Kunden Anzeige erstattet hatten. So hatten drei Frauen sich in einem eigens eingerichteten Showroom von der Designerin Kleidungsstücke zeigen lassen und sie auch gekauft. Die Stoffe stammten angeblich aus Italien und den dortigen Produktionsstätten der 65-Jährigen. Bereits seit Juni 2010 laufen die Ermittlungen gegen sie.
Während die Frauen für die Teile bis zu 190 Euro bezahlt hatten, kosteten sie bei der Modekette im Original 4,95 Euro. Zu Hause stellten die Käuferinnen fest, dass sich unter dem Designer-Label ein Einnäher mit der Aufschrift "Made in Turkey" befand. Außerdem war an der Seite die Waschanleitung einer überregionalen Bekleidungskette eingenäht.
Auf den Schwindel angesprochen, verweigerte die Designerin eine Rücknahme der Ware. Bislang gehen die Ermittler von einem Schaden von mehreren tausend Euro aus.