Model-Wettbewerb Schön im Rollstuhl
Hannover - Die Konkurrenz war hart. Immerhin rund 170 junge Frauen und Männer hatten bei dem Wettbewerb "Beauties in Motion 2006" mitgemacht, elf von ihnen standen gestern im GOP Varieté in Hannover im Finale. Und letztlich konnte sich die Jurastudentin aus Mainz gemeinsam mit dem Bankkaufmann Patrick Richter aus Köln gegen die anderen Bewerber durchsetzen.
"Ich habe echt nicht damit gerechnet. Ich hatte einen anderen Favoriten", sagte der 26-Jährige nach seiner Wahl. "Vielleicht war es meine Ausstrahlung."
Bei der Bewertung waren nicht nur das Aussehen, sondern vor allem auch Ausstrahlung und Auftreten entscheidend. "Wir brauchen nicht die absoluten Schönlinge", erklärte Jurymitglied und "Brigitte"-Redakteurin Merle Rebentisch. "Entscheidend ist vor allem, wie die späteren Chancen auf dem Modemarkt sein werden."
In zwei Runden präsentierten die Models sowohl Abend- als auch Freizeitgarderobe. Begleitet von Musik versuchten die Teilnehmer in einstudierten Performances, die sechsköpfige Jury von sich zu überzeugen. Als Preise erhielten die Sieger professionelle Fotoaufnahmen und eine Bewerbungsmappe als Model.
"Mit dem Wettbewerb wollen die Organisatoren zeigen, dass Menschen im Rollstuhl genauso als Model arbeiten können wie andere auch", sagte Renate Weidner vom Verein Partizip, der den Wettbewerb veranstaltet. Im nächsten Jahr soll der Wettbewerb, der in diesem Jahr bereits zum drittenmal in Deutschland stattgefunden hat, international ausgeschrieben werden.
han/ddp/dpa