Monaco: Staatsmänner würdigen Rainier - DER SPIEGEL
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Monaco Staatsmänner würdigen Rainier

Nach dem Tod von Rainier III. erreichen Beileidsbekundungen aus aller Welt das Fürstentum Monaco. In einem Telegramm würdigte Bundespräsident Horst Köhler den Verstorbenen als engagiertes Staatsoberhaupt. Auch Frankreichs Präsident Jaques Chirac brachte seine tiefe Trauer zum Ausdruck.
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Hamburg - In seinem Beileidstelegramm an den Sohn des Verstorbenen, Fürst Albert von Monaco, schrieb Bundespräsident Köhler: "Mit seinem Unternehmungsgeist hatte Fürst Rainier maßgeblichen Anteil an der Wandlung des Fürstentums in den letzten Jahrzehnten. Mit bewundernswerter Willenskraft hat er bis zuletzt seine Pflichten als Staatsoberhaupt wahrgenommen."

Der französische Staatspräsident Jacques Chirac erklärte in einem Kondolenzschreiben, er sei tief bewegt und sehr traurig. Fürst Rainier sei eine sehr geachtete und beliebte Persönlichkeit gewesen. "Sein Mut und seine Hartnäckigkeit im Angesicht der Krankheit werden uns als Vorbild dienen", schrieb Chirac an Albert.

Der Europarat würdigte Rainier als langjährigen Freund und großen Staatsmann. Generalsekretär Terry Davis brachte seine tiefe Trauer zum Ausdruck: "Im Laufe seiner langen Amtszeit ist es dem Fürsten gelungen, Monacos Einzigartigkeit mit der Offenheit gegenüber dem Rest Europas zu kombinieren. Wir sprechen der Familie Rainiers III. und dem monegassischen Volk unser tief empfundenes Mitgefühl aus." Monaco ist seit Oktober 2004 Mitglied des Europarates.

Unterdessen wurde bekannt, dass das Welfenhaus in Hannover keine eigenen Trauerfeierlichkeiten für Rainier plane. "Bisher ist nichts vorgesehen", sagte die Sekretärin von Ernst August Prinz von Hannover. Ernst August und seine Ehefrau Prinzessin Caroline, die Tochter Rainiers, hielten sich in Monaco auf.

Ernst Augusts Bruder Heinrich Prinz von Hannover will nicht zur Beisetzung von Fürst Rainier fahren. "Ich habe nicht so eine enge Beziehung zu ihm, und ich denke, unsere Familie ist da gut vertreten", sagte er.