Monster-Orkan "Ivan": Angriff auf die Cayman-Inseln - DER SPIEGEL
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Monster-Orkan "Ivan" Angriff auf die Cayman-Inseln

Auf seinem Zerstörungsweg durch die Karibik hält der Hurrikan "Ivan" nun auf die Cayman-Inseln zu. Auf Grand Cayman, der größten der drei südlich von Kuba gelegenen Inseln, bereitet man sich auf das Schlimmste vor.
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Auch wenn "Ivan" an Geschwindigkeit verloren hat und nicht mehr in der höchsten Sturmkategorie fünf eingestuft wird: Die Bewohner der Cayman-Inseln rechnen mit erheblichen Verwüstungen. Das Auge des Hurrikans, in dem Höchstgeschwindigkeiten von fast 270 Stundenkilometern erreicht werden, soll am Sonntagabend über Grand Cayman, die größte der Inseln, hinwegziehen.

Am Montag soll der Orkan dann Westkuba heimsuchen und anschließend nach Florida weiterziehen. Der amerikanische Küstenstaat würde somit zum dritten Mal binnen eines Monats von einer Sturmkatastrophe heimgesucht werden.

Heftige Winde haben die Cayman-Inseln bereits erreicht, Bäume und Stromleitungen wurden niedergerissen. "Es ist ziemlich rau da draußen, sehr starker Wind, schätzungsweise an die 190 Kilometer schnell", erklärte Joan Scott-Campbell vom Cayman-Hurrikan-Komitee heute der Nachrichtenagentur Reuters. Viele der Küstenbewohner seien bereits zu Sturmschutzeinrichtungen im Landesinneren geflohen, um den fünf Meter hohen Sturmwellen zu entgehen.

Auf seiner Route durch die Karibik hat "Ivan" bisher mindestens 44 Menschenleben gefordert. Vor allem auf der Insel Grenada wütete der Monstersturm besonders stark. Zwei Drittel der insgesamt 90.000 dort lebenden Menschen seien durch die Katastrophe obdachlos geworden, vermutet das Rote Kreuz.

Am Samstag hatte der Hurrikan eine Höchstgeschwindigkeit von 265 Stundenkilometern erreicht. Dem US-amerikanischen Hurrikan-Center zufolge ist er damit der sechststärkste Sturm, der jemals im atlantischen Becken gemessen wurde.