Monstersturm Gefährliche Tornados in "Ivans" Schlepptau
Miami - Der Hurrikan "Ivan" hat im Südosten der USA schwere Verwüstungen hinterlassen. Nach US-Medienangaben starben in den betroffenen US-Bundesstaaten am Golf von Mexiko 22 Menschen. Die meisten von ihnen in Florida. Zuvor hatte "Ivan" in der Karibik bereits 70 Menschen den Tod gebracht. Erste Schätzungen bezifferten die Schäden auf vier bis zehn Milliarden Dollar. US-Präsident George W. Bush rief für mehrere Bundesstaaten den Notstand aus.
"Ivan" hat sich inzwischen zu einem tropischen Sturm abgeschwächt, bleibt aber weiter gefährlich. Das Hurrikan-Zentrum warnte für heute vor möglichen Tornados in Teilen der US-Bundesstaaten Alabama, Georgia, Tennessee, South und North Carolina.
Monstersturm: "Ivan" zieht tödliche Spur durch US-Südstaaten
Mit sintflutartigen Regenfällen vor allem in Alabama, aber auch in benachbarten Staaten setzte "Ivan" auf seinem Weg in Richtung Nordosten weitere Landstriche unter Wasser, nachdem er bereits bei seinem Eintreffen in der Nacht zum Donnerstag schwere Überschwemmungen entlang der Golfküste verursacht hatte.
In Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida waren gestern etwa 1,5 Million Menschen ohne Stromversorgung. Aufnahmen aus der Luft zeigten zum Teil massive Überflutungen der Küstengebiete von New Orleans in Louisiana bis hin zu Pensacola in Florida.
Insgesamt wurde Florida nach bisherigen Erkenntnissen am härtesten getroffen, nachdem bereits in den vergangenen vier Wochen die Hurrikans "Charlie" und "Frances" Teile des Bundesstaats schwer verwüstet hatten.
Und die Hurrikan-Saison im Atlantik ist noch längst nicht vorbei: Während "Ivan" noch Unheil anrichtet, konzentrieren sich Meteorologen bereits auf einen neuen Hurrikan in der Karibik. "Jeanne" streifte die Dominikanische Republik, wo heute zwei Menschen ums Leben kamen. Wie die Nationale Katastrophenkommission mitteilte, starb ein drei Monate alter Säugling, als eine Schlammwelle ein Haus in Santo Domingo überflutete. Ein Motorradfahrer verunglückte tödlich, als er in einen umgestürzten Baum im Nordosten des Landes raste.
Bleibt "Jeanne" auf Kurs und zerfällt nicht, könnte der Sturm nach bisherigen Schätzungen voraussichtlich Anfang kommender Woche South oder North Carolina erreichen.