Montblanc-Tunnel: Brand-Inferno nachgestellt - DER SPIEGEL
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Montblanc-Tunnel Brand-Inferno nachgestellt

Ein Jahr nach dem Unglück im Montblanc-Tunnel bei Chamonix haben Experten den Unfall nachgestellt. Sie wollten herausfinden, was in den ersten Minuten der Brandkatastrophe passierte. Bei dem Feuer im März 1999 waren 39 Menschen ums Leben gekommen.
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Chamonix - Feuerwehrleute setzten in dem gesperrten und gesicherten Alpen-Tunnel einen Volvo-Lastwagen des Typs in Brand, von dem das Flammeninferno ausgegangen war.

"Was uns interessiert, ist der Ablauf der ersten Minuten", sagte der Gerichtsexperte René Guichard nach der Nachstellung in der Nacht zum Donnerstag. "Die Menschen sind damals schnell gestorben, und wir wollen jetzt genau wissen, woran." Ein vorläufiger Bericht darüber, wie das Feuer sich ausbreitete, wird in etwa einem Monat erwartet.

Die eingehend vorbereitete Nachstellung war von der italienischen Betreiberseite zunächst abgelehnt worden. Am Mittwochabend wurde das Feuer nach 15 Minuten wieder gelöscht. Es war so geplant worden, dass der Brand bei ähnlichen meteorologischen Bedingungen wie vor einem Jahr nur einen Bruchteil der damaligen Intensität erreichte.

Geprüft werden sollte vor allem, warum sich das Feuer von dem belgischen Lastwagen so rasch ausbreiten konnte und welche Rolle dabei Ventilatoren gespielt haben könnten. Der Lastwagen hatte 20 Tonnen Mehl und Margarine geladen. Bei der Rekonstruierung waren jedoch nur 400 Kilogramm Margarine in den Volvo geladen worden.

In der Sache wurde bisher nur gegen den belgischen Lkw-Fahrer ermittelt. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht sicher. In den französischen Medien hieß es, eine Ausweitung der Untersuchungen sei erst nach der Nachstellung des Unglücks möglich. Das Direktorium der Tunnelgesellschaft könnte dann in die Ermittlungen einbezogen werden.