Mord an den Kollegen: Polizei in Trauer - DER SPIEGEL
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Mord an den Kollegen Polizei in Trauer

Deutschlands Polizei trauert um die drei Kollegen, die vor fünf Tagen im Ruhrgebiet erschossen worden sind. 8000 Beamten aus dem ganzen Bundesgebiet zogen in einem Schweigemarsch durch Dortmund. Bei der zentralen Gedenkfeier forderte Ministerpräsident Clement eine kritische Diskussion zum Thema Waffenbesitz.
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Selm/Dortmund/Waltrop - Vor mehreren tausend Menschen sagte Clement am Montag in Selm, die Todesschüsse in Dortmund und Waltrop hätten deutlich gezeigt, dass dieses Thema dringend der offenen Erörterung bedürfe. Es gebe ganz offensichtlich zu viele Waffen in privater Hand, und die Kontrolle sei nicht ausreichend. Innenmister Fritz Behrens kündigte an, die Innenministerkonferenz der Länder werde sich bis zum Herbst mit dem Thema befassen.

Gleichzeitig versprach Clement den Polizeibeamten, das Land werde "das uns Mögliche tun, um die Risiken für die Beamten so weit es geht zu mindern". Die Schüsse des Amokläufers am Mittwoch der vergangenen Woche hätten jedoch gezeigt, dass es im Polizeiberuf Situationen "absolut unvorhersehbarer Gefahren" gibt, in denen auch die beste Ausstattung und die qualifizierteste Ausbildung keinen ausreichenden Schutz bieten könnten. Die auf der Trauerfeier anwesenden Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet bat der Ministerpräsident, sie sollten sich trotz der Geschehnisse "nicht von dem Weg einer auf Partnerschaft angelegten, bürgernahen Polizeiarbeit abbringen lassen".