Mord an Schwangerer Kalifornier droht Todesstrafe
San Francisco - Die Staatsanwaltschaft spricht von einem kaltblütigen Versuch, dem Leben als Vater und Ehemann zu entkommen und das Junggesellenleben zu genießen. Der frühere Düngemittel-Verkäufer wird beschuldigt, seine Frau und den ungeborenen Sohn umgebracht zu haben. Nach einem fünf Monate dauernden Prozess sprach ihn eine Jury nun für schuldig.
Das Verfahren hatte für großes Interesse in den US-Medien gesorgt. Petersons 27jährige Frau Laei war am Weihnachtsabend vor zwei Jahren spurlos verschwunden. US-Nachrichtensender zeigten monatelang das Foto der hübschen Frau. Vier Monate später wurden die Leichen der Frau und ihres Babys in der Bucht von San Francisco angespült. Eine Tatwaffe wurde nicht gefunden.
Die genauen Umstände der Tat sind weiterhin unklar. Zeugen gibt es nicht, der Angeklagte beteuert seine Unschuld. Er habe lediglich eine Affäre mit einer anderen Frau gehabt, gestand er später. Star-Anwalt Mark Geragos, der auch Popstar Michael Jackson vertreten hat, hatte die Verteidigung Petersons übernommen. Geragos warf der Polizei vor, sich auf den untreuen Ehemann als möglichen Täter eingeschworen und andere Verdachtsmomente nicht geprüft zu haben. Er verwies auf mögliche Kidnapper und Mitglieder eines "Satan-Kults".