Mord an Ulrike Der Täter steht vor Gericht
Frankfurt an der Oder - Am 22. Februar dieses Jahres hatte der 25-Jährige das Mädchen entführt, vergewaltigt und anschließend ermordet. Die in einem Wald verscharrte Leiche des Kindes hat man zwei Wochen nach seinem Verschwinden entdeckt. Drei Wochen später nahm die Polizei Jahn fest.
Unmittelbar nach der Festnahme gestand er die Tat. Der arbeitslose Jahn, der in einer verwahrlosten Einzimmerwohnung in Fürstenwalde lebte und der Polizei bislang als Autodieb bekannt war, bestritt aber, das Verbrechen geplant zu haben.
Am ersten Verhandlungstag war der Gerichtssaal sehr voll. Der Anwalt und PDS-Politiker Gregor Gysi vertritt die Eltern des Opfers, die in diesem Prozess Nebenkläger sind. Im Landgericht Frankfurt an der Oder herrschen strenge Sicherheitsvorkehrungen. Ein Verteidiger beantragte, die Öffentlichkeit während der Vernehmung des Angeklagten zu dessen Sexualleben auszuschließen.
Der Prozess dauert voraussichtlich neun Tage. Dem Angeklagten droht die Höchststrafe. Das Urteil wird für den 1. November erwartet.