Mord im Kinderzimmer Fall Vanessa gelöst?
Hamburg/Augsburg - Am Mittag bestätigte ein Sprecher der Polizei, dass ein dringend Tatverdächtiger im Fall Vanessa festgenommen worden ist. Nähere Einzelheiten sollen am Nachmittag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks soll es sich um den "Maskenmann" handeln, nach dem die Polizei seit Donnerstag gefahndet hatte. Zufällig war ein Bild von dem als Gevatter Tod Verkleideten in einer Gaststätte des Ortes gemacht worden. Zudem war der mit einer Totenmaske und langem schwarzem Umhang bekleidete Mann Passanten in der Mordnacht in der Nähe des Tatorts aufgefallen.
Das Kind war in der Nacht zum Faschingsdienstag in seinem Kinderzimmer mit mehreren Messerstichen in die Brust getötet worden. Die Eltern, die auf einem Rosenmontagsball gewesen waren, fanden ihre Tochter in einer Blutlache neben dem Bett liegend. Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod des Kindes feststellen.
Einen Tag nach dem Mord war in der Nähe des Elternhauses ein blutverschmiertes Küchenmesser gefunden worden. Das Messer mit einer 16 Zentimeter langen Klinge ist nach Auskunft der Polizei mit Sicherheit die Tatwaffe.
Der zehnjährige Bruder hatte während der Tat in einem Nebenzimmer geschlafen. 15 Personen aus dem direkten Umfeld des Kindes hatten freiwillig Speichelproben abgegeben, um so eine Täterschaft ausschließen zu können.
Lange war nicht klar, wie der Täter überhaupt in das Haus kommen konnte. Einbruchspuren hatten die Ermittler nicht feststellen können. Die Behörden waren daher davon ausgegangen, dass Vanessa ihrem Mörder selbst die Tür geöffnet hatte.