Mord-Prozess: Sexualstraftäter Schmökel will schweigen - DER SPIEGEL
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Mord-Prozess Sexualstraftäter Schmökel will schweigen

Der 1,92 Meter große Hüne gilt als unberechenbar und gewalttätig. Vor zwei Jahren war der Sexualstraftäter Frank Schmökel bei einem Ausgang getürmt und hatte zwei Wochen lang die Polizei zum Narren gehalten. Während der Flucht erschlug er einen Rentner. Jetzt steht er vor Gericht.
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Frankfurt an der Oder - Der Prozess gegen den Schwerverbrecher begann am Montag am Landgericht Neuruppin unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Schwerverbrecher Frank Schmökel wurde aus einer Zelle im Keller des Gerichts über einen gesonderten Eingang in den Gerichtssaal geführt.

Als Schmökel den Gerichtssaal betrat, trug er Hand- und Fußfesseln. Nach Angaben der Verteidiger wird sich der 40-Jährige vermutlich während des gesamten Prozesses nicht äußern. Ziel der Verteidigung sei es, dass Schmökel im Maßregelvollzug bleibt, sagte sein Anwalt Karsten Beckmann.

Oberstaatsanwalt Hartmut Oeser ist dagegen der Meinung, Schmökel sei laut den Ermittlungsergebnissen bei seinen Taten im Herbst 2000 voll schuldfähig gewesen. Sollte sich dies belegen lassen, droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe und Sicherungsverwahrung. Die Anklage wirft Schmökel versuchten dreifachen Totschlag sowie Raubmord vor. Die Verhandlung soll zehn Tage dauern. Am 25. Oktober 2000 war der Sexualstraftäter bei einem Ausgang zu seiner Mutter entkommen. Dabei stach er zwei Pfleger nieder und verletzte die Mutter schwer. Auf der 13 Tage andauernden Flucht erschlug er, so gestand er, einen Rentner.