Morddrohung: Gary Glitter überraschend aus der Haft entlassen - DER SPIEGEL
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Morddrohung Gary Glitter überraschend aus der Haft entlassen

In einer Nacht- und Nebelaktion ist Gary Glitter aus dem Gefängnis entlassen worden. Grund: eine anonyme Morddrohung an den britischen Popmusiker. Er sei zu einem geheimen Ort gebracht worden, erklärte die Gefängnisleitung in Bristol, und dort freigelassen worden.
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London - Nach einer Morddrohung und mehreren Drohbriefen an den 55-Jährigen hätten besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden müssen. Glitter war Mitte November wegen des Besitzes pornografischer Kinderfotos zu vier Monaten Haft verurteilt worden. Nach Verbüßung von zwei Monaten wurde Glitter nach geltendem Recht auf freien Fuß gesetzt.

Zu seinem eigenen Schutz war Glitter bislang auf der Krankenstation der Haftanstalt untergebracht worden. Er soll nun mindestens einen weiteren Monat überwacht werden. Wie die britische Boulevardzeitung "The Sun" am Montag berichtete, hat der Musiker, der mit richtigem Namen Paul Gadd heißt, sein Haus in Somerset im südwestlichen England verkauft und plant einen Umzug nach Kuba.

Glitter war verurteilt worden, weil er pornografische Bilder von Kindern aus dem Internet heruntergeladen hatte. In dem Prozess war Glitter jedoch vom Vorwurf freigesprochen worden, sich an einer Minderjährigen vergangen zu haben. Der Pop-Musiker feierte in den siebziger Jahren seine größten Erfolge. Bekannt wurde er unter anderem wegen seiner Plateauschuhe und seiner extravaganten Bühnenkostüme. Als seine Popularität nachließ, kam er wegen Alkohol- und Drogenproblemen mehrfach in die Schlagzeilen. Zweimal versuchte er, sich das Leben zu nehmen.

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