Mordfall Adelina Fetisch-Transvestit im Verdacht
Bremen - In der Nähe des Leichenfundortes seien vergrabene Kleidungsstücke gefunden worden, teilte die Polizei am Freitag mit. Darunter seien mehrere Schwimmanzüge, einige Damenstrumpfhosen sowie ein Body und eine Umstandshose. Manche Gegenstände seien schon stark verrottet gewesen. Sie könnten bis zu zehn Jahre dort gelegen haben.
Über die Kleidungsstücke hoffe man nun Hinweise zum Täter zu bekommen, bei dem es sich nach Vermutungen von Fallanalytikern der Polizei um einen Fetischisten mit Vorliebe für Frauenkleidung handele. Der Leiter der Sonderkommission, Werner Meyer, sprach von der "heißesten Spur, die wir bislang hatten". Schon Anfang Dezember hatten die Fahnder in dem Wäldchen nahe dem niedersächsischen Leeste die Kleidung entdeckt, gaben den Fund aus ermittlungstaktischen Gründen aber erst jetzt bekannt.
Die Polizei geht davon aus, dass ein Fetischist am Werk gewesen sein muss, der sich durch das Tragen von Kleidung des anderen Geschlechts sexuell erregt. Die Beamten vermuten weiter, dass die Leiche des Mädchens nicht zufällig an dieser Stelle abgelegt wurde.
Adelina war am 28. Juni vergangenen Jahres in Bremen spurlos verschwunden. Eine Pilzsammlerin fand die Leiche Anfang Oktober in einem Waldstück nahe der Wohnung des Mädchens. Bisher wurden 286 Sexualstraftäter im Rahmen der Ermittlungen überprüft. Die Polizei verfolgte nach eigenen Angaben 1253 Hinweise.
Am Freitagabend greift das ZDF den Fall in der Sendung "Aktenzeichen XY - ungelöst" auf.