Mordfall Lindh: Haftantrag für Verdächtigen gestellt - DER SPIEGEL
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Mordfall Lindh Haftantrag für Verdächtigen gestellt

Zwei Wochen nach dem Attentat auf die schwedische Außenministerin Anna Lindh glaubt die Polizei den Mörder gefasst zu haben. Bei dem am Mittwoch festgenommenen Verdächtigen handele es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den Täter, bestätigte eine Polizeisprecherin entsprechende Medienberichte.
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Stockholm - Die Stockholmer Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag Untersuchungshaft für den am Vortag im Mordfall Anna Lindh festgenommenen Schweden beantragt. Wie die zuständige Staatsanwältin Agneta Blidberg mitteilte, bestehe gegen den 24- Jährigen ein "dringender Tatverdacht". Über den Haftantrag soll am Freitag entschieden werden. Sein Anwalt Peter Althin erklärte, sein Mandant beteure seine Unschuld.

Der neue Verdächtige im Mordfall Anna Lindh sei mit hoher Wahrscheinlichkeit der Mörder der schwedischen Außenministerin, erklärte auch Polizeisprecherin Stina Wesseling. Es bestünden "glaubhafte Gründe" für diese Annahme. Medienberichte, der Verdächtige sei mittels seines genetischen Fingerabdrucks überführt worden, wollte sie nicht bestätigen.

Der Festgenommene sei bereits in früheren Phasen der Ermittlung aufgefallen, sagte Wessling. Aber erst am Mittwoch habe sich der Verdacht gegen ihn erhärtet. Mit seiner Festnahme wurde zugleich der frühere Hauptverdächtige, ein 35-jähriger Schwede, aus der Untersuchungshaft entlassen.

Welche Beweise gegen den Mann vorliegen, wollte Wessling nicht sagen. "Welche Beweise es genau geben könnte, muss die Staatsanwaltschaft bei einem möglichen Haftantrag vorbringen", sagte sie. Die schwedische Zeitung "Dagens Nyheter" hatte berichtet, eine DNA-Analyse seiner Haare habe ihn bereits als Täter überführt. Wessling wollte dies nicht kommentieren.