Mordfall Ulrike: Festnahme in Stralsund - DER SPIEGEL
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Mordfall Ulrike Festnahme in Stralsund

Einen Monat nach dem Mord an der 12-jährigen Ulrike hat die Polizei einen Mann in Stralsund festgenommen. Ein Zusammenhang mit der Tat gilt jedoch noch als "eher unwahrscheinlich".
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Potsdam - Der im Mordfall Ulrike festgenommene Mann kommt aus Berlin. Das berichtet der "Berliner Kurier". Der Verdacht gegen ihn erhärtete sich bei einer ersten Überprüfung aber nicht.

Nun soll ihm eine Speichelprobe abgenommen werden, um sie mit dem genetischen Fingerabdruck des mutmaßlichen Mörders von Ulrike zu vergleichen.

Bei der Überprüfung der Personalien habe sich herausgestellt, dass gegen den 47-Jährigen bereits ein Haftbefehl aus dem Jahre 1994 wegen sexuellen Missbrauchs vorliegt. Sein Alibi werde derzeit überprüft, sagte der Polizeisprecher. "Danach scheint nach derzeitigem Stand ein Tatzusammenhang eher unwahrscheinlich." Der Hinweis auf den Verdächtigen kam angeblich von einem Mann aus dem sächsischen Pirna. Dieser glaubte, auf dem von der Polizei veröffentlichten Phantombild einen Bekannten entdeckt zu haben, der derzeit in Stralsund wohnt.

Da von dem unbekannten Mörder ein genetischer Fingerabdruck vorliegt, soll von dem nun Festgenommenen zum Vergleich eine DNS-Analyse mittels Speichelprobe vorgenommen werden. Die Auswertung dauere jedoch zwei bis drei Tage, erklärte Salender. Es habe im Fall Ulrike bereits mehrere Festnahmen gegeben, ohne dass sich daraus eine heiße Spur entwickelt habe.

Auch noch vier Wochen nach dem Sexualmord bekommt die Polizei weiter täglich neue Hinweise zur Aufklärung. Bis zum Donnerstagmorgen seien insgesamt 3448 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Die Schülerin war am 22. Februar nahe ihrem Elternhaus verschwunden. Nach zweiwöchiger Suche wurde die Leiche des Kindes in einem Waldgebiet, 30 Kilometer entfernt, gefunden.