Mordfall Ulrike Täter soll nie mehr freikommen
Eberswalde - "Wir werden alles dafür tun, schließlich ist der Mann eine tickende Zeitbombe", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Petra Marx, am Freitag. Der am Mittwoch festgenommene Stefan Jahn hatte den Mord an der zwölfjährigen Ulrike gestanden. Er sitzt in Untersuchungshaft. Das Mädchen war am 22. Februar verschleppt, missbraucht und getötet worden. Die Leiche wurde erst zwei Wochen später entdeckt.
Gegen Jahn war Haftbefehl unter anderem wegen Mordes und sexuellen Missbrauchs erlassen worden. Das Strafgesetzbuch sieht bei Mord eine lebenslange Freiheitsstrafe vor. Nach Auskunft von Marx drängt sich bei Jahn anschließende Sicherungsverwahrung auf. Zu Details aus der bisherigen Vernehmung des Sozialhilfeempfängers - etwa zum Motiv - wollte Marx keine Auskünfte geben.
Jahn hatte ausgesagt, nach einem Autodiebstahl Ulrike angefahren zu haben. Dann habe er die Zwölfjährige in Panik mitgenommen, später missbraucht und erdrosselt. Nach Angaben des Sprechers der Eberswalder Polizei, Toralf Reinhardt, werden die kriminaltaktischen und kriminaltechnischen Ermittlungen noch bis zu drei Monate dauern. Es müsse noch mehr als 500 Hinweisen nachgegangen werden.