Mordfall Vanessa Angeklagter legte Geständnis ab
Augsburg - Vor dem Landgericht in Augsburg der Mordprozess erklärte Weinhold, er habe das Mädchen in der Nacht zum Faschingsdienstag 2002 in dessen Kinderzimmer erstochen. Allerdings habe er die Tat nicht geplant. Er habe Vanessa Gilg nur erschrecken wollen. Als sie aufgewacht sei, habe er jedoch "aus Angst" zugestochen.
Die Bluttat in Gersthofen bei Augsburg sei "nicht mit Absicht" und "nicht zielstrebig" abgelaufen, gab der 20-Jährige vor der Jugendkammer zu Protokoll. Nach Besuch eines Gasthauses habe er an einer Bushaltestelle zunächst eine Frau mit seiner Maske erschrecken wollen. Als dies misslungen sei, habe er im Haus von Vanessas Familie Licht gesehen und beschlossen, nun wenigstens die Schülerin und deren Bruder zu schocken.
Er sei in das Haus eingestiegen und habe sich rund eine Minute lang vor dem Bett der schlafenden Schülerin positioniert. Als Vanessa aufgewacht sei und angesichts der Todesgestalt vor sich laut um Hilfe gerufen habe, habe er mit dem aus der Küche geholten Messer zugestochen. Den im voll besetzten Gerichtssaal anwesenden Eltern des toten Kindes sprach er sein Mitgefühl aus: "Ich möchte mich bei der Familie zutiefst entschuldigen."
Für den Prozess sind zunächst vier Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil wird am 5. Februar gerechnet.