Mordfall Wachtel Anklage gegen 18-Jährigen
Peine - Der 18-Jährige, der in der Nachbarschaft des Ermordeten lebt, war eineinhalb Jahre nach der Tat im September vergangenen Jahres festgenommen worden. Er bestreitet die Tat. Die Anklagevertretung hat nach eigenen Angaben 30 Zeugen sowie einen Sachverständigen benannt, die in einem Prozess die Schuld des aus Kasachstan stammenden Jugendlichen belegen sollen. Ein Termin für die Verhandlung vor dem Hildesheimer Landgericht steht noch nicht fest.
Dem Angeklagten wird vorgeworfen, den Schüler Markus Wachtel am 7. März 1998 aus niederen Beweggründen und zur Verdeckung einer Straftat getötet zu haben. Die Leiche des 13-Jährigen war drei Tage nach der Tat zerstückelt in einem Kiesteich bei Peine entdeckt worden.
Den Angeklagten hatten die Beamten bereits kurz nach der Tat im Visier - doch erst im September 1999 habe sich bei einer erneuten Befragung im Umfeld des Toten ein dringender Tatverdacht ergeben. Der zur Tatzeit 16 Jahre alte Schüler soll vor anderen Jugendlichen von der Tat gesprochen haben und gilt nach Angaben der Staatsanwaltschaft als aggressiv.
Am Tatabend soll sich der Angeklagte mit seinem späteren Opfer auf der Straße getroffen haben. Während eines Streits, an dem vermutlich weitere Jugendliche beteiligt waren, soll der Beschuldigte den Schüler getötet haben. Anschließend soll er die Leiche - möglicherweise mit Hilfe anderer - zerteilt haben.
Den Obduktionsergebnissen zufolge lagen die Leichenteile Wachtels nur kurze Zeit im Wasser. Bislang ist immer noch unklar, wo die Leiche zerstückelt wurde. Ohne Erfolg liefen bisher auch die Ermittlungen gegen die unbekannten Täter, die im Oktober des vergangenen Jahres den Kopf des Jungen aus dem Grab gestohlen hatten.