Mordprozess: Ex-Feuerwehrmann gesteht Brandstiftung - DER SPIEGEL
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Mordprozess Ex-Feuerwehrmann gesteht Brandstiftung

Eigentlich hätte er Menschen retten und Brände löschen sollen. Stattdessen zündelte der 32-jährige Feuerwehrmann - mit fatalen Folgen. Bei einem der Brände kamen sechs Menschen ums Leben. Vor Gericht gab er die Tat nun zu.
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Aachen - Der Mann aus Jülich ist wegen Mordes und schwerer Brandstiftung angeklagt. Die Vorwürfe seien grundsätzlich richtig, sagte er dem Aachener Landgericht. Darüber hinaus wollte er sich zur Sache zunächst nicht äußern. "Ich bin zu aufgeregt", sagte er.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, in seiner Heimatstadt für einen Brand mit sechs Toten verantwortlich zu sein. Er soll in dem betroffenen Wohnhaus im November vergangenen Jahres eine Matratze angezündet haben. Wegen der massiven Rauch- und Gasentwicklung starben ein Ehepaar und seine drei Kinder sowie eine 82-jährige Hausbewohnerin.

Den Ermittlungen zufolge soll der Angeklagte zwischen 1998 und 2003 insgesamt sieben Feuer gelegt haben. Nach Überzeugung von Polizei und Staatsanwaltschaft sei der Mann mit sich selbst unzufrieden gewesen und habe sich als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr bei den Einsätzen hervortun wollen.

Am ersten Verhandlungstag schilderte der Angeklagte die schwierigen Familienverhältnisse, in denen er aufwuchs. Seinen Vater habe er nur zwei Mal getroffen, berichtete er. Er habe fünf Geschwister von verschiedenen Vätern. Das Urteil soll am 22. Juli verkündet werden.