Mordprozess: Zweifel am Todeszeitpunkt Peggys - DER SPIEGEL
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Mordprozess Zweifel am Todeszeitpunkt Peggys

Der Fall der ermordeten Peggy bleibt rätselhaft: Ein siebenjähriger Junge will das Mädchen noch Stunden nach dem angeblichen Todeszeitpunkt gesehen haben.
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Hof - Dies berichtete der Leiter der früheren, später allerdings ausgetauschten Sonderkommission der Kriminalpolizei am vierten Tag des Peggy-Prozesses vor dem Landgericht Hof. Der Junge sei auch bei einer zweiten Vernehmung dabei geblieben, dass er die Neunjährige am 7. Mai 2001 - dem Tag ihres Verschwindens - zwischen 15.30 und 16.00 Uhr auf dem Marktplatz ihrer Heimatstadt Lichtenberg gesehen habe. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte Peggy Knobloch bereits gegen 13.15 Uhr abfing und sie dann erstickte.

Den Mord an Peggy hat der Angeklagte Ulvi K. nach Aussage des Polizisten erstmals im Juli 2002, rund 14 Monate nach der Tat, gegenüber einem Mitinsassen in der Psychiatrie eingeräumt.

Zuvor habe er die Tat bei der Polizei mehrmals bestritten und geschildert, er habe den mutmaßlichen Tattag, den 7. Mai 2001, folgendermaßen zugebracht: Er habe lange geschlafen, anschließend sei er zum Mittagessen zu seinen Eltern gegangen. Danach habe er einem Bekannten beim Holzaufschlichten geholfen.

Erst nach und nach habe der Angeklagte auch die angeblich der Tat voraus gegangene Vergewaltigung an Peggy am 3. Mai 2001 zugegeben, sagte der Polizeibeamte. Ulvi K. hatte ein Mordgeständnis abgelegt, dies aber später widerrufen.

Nach Angaben des früheren Soko-Leiters konnte auch der Verdacht gegen den Lebensgefährten von Peggys Mutter nie ganz ausgeräumt werden. Dies kritisierte auch der Verteidiger des 25-jährigen Angeklagten: "Ich habe mehr Fragen als Antworten", so der Anwalt.

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