Moskau: Pfeiler in U-Bahn-Tunnel eingestürzt - DER SPIEGEL
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Moskau Pfeiler in U-Bahn-Tunnel eingestürzt

In der russischen Hauptstadt sind Teile eines U-Bahn-Tunnels eingestürzt und haben einen Zug beschädigt. Nach Angaben der Behörden verlief das Unglück glimpflich.
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Berlin - Einzelheiten über das Unglück kamen am Sonntagmittag zunächst sehr spärlich aus Moskau. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte, dass Betonteile oder gar Teile eines ganzen Tunnels auf einen Zug gestürzt seien. Dadurch sei ein Feuer ausgebrochen. Der Unfall ereignete sich demnach zwischen den Stationen Sokol and Voikovskaya im Norden von Moskaus Zentrum.

Nach Angaben von Augenzeugen rasten sofort Krankenwagen und Notärzte zu den betroffenen U-Bahn-Stationen. Es habe jedoch weder Verletzte noch Tote gegeben, sagte Viktor Welzow vom Katastrophenschutzministerium SPIEGEL ONLINE am frühen Nachmittag. Seinen Angaben zufolge erlitten neun Menschen einen Schock und würden psychologisch behandelt.

Als Unglücksursache gab Welzow Bauarbeiten an der Oberfläche über dem U-Bahn-Tunnel an. Demnach sei wegen der Arbeiten im Untergrund ein tragender Pfeiler des Tunnels unter der Baustelle eingestürzt. Dieser habe den dritten Wagen des U-Bahn-Zugs beschädigt, so Welzow weiter.

Die betroffene Linie zwei, auf den Karten Moskaus in grün markiert, führt von Süden nach Norden einmal durch die gesamte Innenstadt Moskaus und hat auch eine Station am Flughafen. Das betroffene Teilstück liegt nur eine Station nördlich des Flughafens. Die Linie gehört zu den ältesten Verbindungen in der Hauptstadt Russlands.

Im Jahr 2004 hatten Terroristen auf der gleichen Linie ein Bombe in einem Zug gezündet und mehr als 30 Menschen getötet. Bisher lägen jedoch im aktuellen Fall keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund vor, betonte Viktor Welzow.

mgb/klu/dpa/afp/ap