Moskauer U-Bahnunglück Polizei nimmt Verdächtigen fest
Moskau Der Mann habe gestanden, ohne die nötige Erlaubnis Bauarbeiten oberhalb des U-Bahntunnels durchgeführt zu haben, sagte die Moskauer Staatsanwaltschaft. Seine Firma wollte auf der Straße Leningrader Prospekt ein großes Werbeplakat aufstellen lassen. Als Arbeiter dafür zwei lange Stützpfeiler in den Boden rammten, stießen sie so tief, dass sie den U-Bahntunnel durchbohrten und einen Zug auf der Stelle festnagelten.
Ein Sprecher des russischen Verkehrsministeriums teilte außerdem mit, dass mehrere Betonteile von der Decke des Tunnels auf einen Zug gestürzt seien. Er sprach auch von einem Feuer in dem Tunnel zwischen den betroffenen Stationen Sokol und Wojkowskaja.
Etwa 500 Passagiere wurden aus dem Tunnel gerettet. Verletzt oder gar getötet wurde niemand. Neun Menschen haben einen Schock erlitten und sind noch in psychologischer Behandlung.
ans/dpa