Mossul: Offensive befreit Christen in Karakosch aus Herrschaft des Islamischen Staates - DER SPIEGEL
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Im Nordirak feiern die Menschen: Der IS wird zurückgedrängt

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Dieser Beitrag wurde am 19.10.2016 auf bento.de veröffentlicht.

Die Menschen aus Karakosch jubeln. Am späten Dienstagabend wurde die mehrheitlich christliche Stadt im Irak befreit – befreit von der knapp zweijährigen Herrschaft der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Die Dschihadisten hatten Karakosch 2014 überrannt. Von den rund 50.000 Einwohnern waren Zehntausende geflohen. (BBC I )

Viele hoffen jetzt darauf, aus Flüchtlingslagern im Nordirak zurückkehren zu können. Sie tanzten ausgelassen auf den Straßen. "Wir mussten lange leiden", sagt ein geflohener Bürger aus Karakosch der kurdischen Nachrichtenseite Rudaw .

Umso erleichterter feiern er und andere Bewohner jetzt:

Dass Karakosch – auf Arabisch wird die Stadt auch Hamdanija genannt – jetzt befreit wurde, liegt an einer groß angelegten Offensive, mit der die irakische Armee seit Montag auf Mossul vorrückt (bento).

Mossul ist die zweitgrößte Stadt im Irak und ebenfalls seit zwei Jahren in den Händen des IS. Von Mossul aus hatte der IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi Muslime auf aller Welt dazu aufgerufen, in den Dschihad zu ziehen. Es ist eine wichtige Hochburg der Islamisten, nun könnte sie bald fallen.

Hier erfährst du mehr über die Bedeutung der Stadt:

Das bereits befreite Karakosch liegt etwa 15 Kilometer südöstlich von Mossul und war einst die größte christliche Stadt des Irak.

Die Eroberung von Mossul selbst dürfte schwieriger werden:
  • Quellen aus der Region berichten, dass der IS überall in Mossul Sprengfallen installiert hat.
  • Laut des Pentagons würden die Dschihadisten zudem Bürger als "menschliche Schutzschilde" nutzten (BBC II ).
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