München: Flugzeugentführer kommt vor Haftrichter - DER SPIEGEL
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München Flugzeugentführer kommt vor Haftrichter

Der 28-jährige Mann, der gestern Abend mit einer Bombendrohung eine türkische Passagiermaschine zur Notlandung in München gezwungen hat, soll heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Mann hatte sich der Polizei widerstandslos ergeben.
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München - Der 28-jährige Türke hatte offenbar aus privaten Motiven die Rückkehr des Flugzeugs erzwungen. Er war auf dem Weg in die Türkei, weil sein Visum für Deutschland abgelaufen war. Als die Maschine bereits in der Luft war, überlegte er es sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei jedoch anders und wollte wieder umkehren. Um dies zu erreichen, rief er zehn Minuten nach dem Start in der Passagierkabine, dass er eine Bombe habe. Der Pilot löste per Funk Großalarm aus und landete wieder auf dem Münchner Flughafen.

Nach der Landung versuchte der Mann zu flüchten. Beim Sprung aus dem Flugzeug brach er sich einen Knöchel, die Polizei konnte ihn überwältigen. Alle 150 Passagiere und die sieben Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Eine Bombe wurde nicht gefunden. Einen terroristischen Hintergrund schließt die Polizei aus.

Am Morgen befand sich der Mann nach Angaben der Polizei noch im Krankenhaus. Der Flugbetrieb am Münchner Flughafen läuft wieder normal.