Museum Auschwitz Sicherheitsdienst-Mitarbeiter nach Diebstahl entlassen
Auschwitz: Ermittlungen zu gestohlenem Schriftzug
Warschau - Fünf Tatverdächtige sitzen wegen des Diebstahls des Auschwitz-Schriftzugs "Arbeit macht frei" an den Toren des einstigen Konzentrationslagers zurzeit in Haft. "Einer von ihnen ist der Auftraggeber, ein anderer hat das Auto nach Polen gebracht, das später bei dem Raub zum Einsatz kam", hatte der Krakauer Staatsanwalt Artur Wrona verkündet.
Nun hat das Verschwinden auch für Mitarbeiter des Museums vor Ort Folgen: Der Chef des Sicherheitsdienstes wurde entlassen. Zur Begründung sagte ein Museumssprecher, der Wachdienst habe nach Entdecken des Diebstahls sehr lange gewartet, bevor die Polizei gerufen wurde. Zwei weitere Bewacher wurden suspendiert.
Der Schriftzug war am 18. Dezember gestohlen und zwei Tage später im Norden Polens wiedergefunden worden. Fünf Verdächtige wurden festgenommen. Ihnen drohen zehn Jahre Haft.