Mysteriöser Todesfall Keine Schadstoffe in Sahnetorte
Wiesbaden - Bei Analysen der Reste der verdächtigen Tiefkühltorte seien keine Krankheitserregern entdeckt worden, teilte das hessische Sozialministerium am Sonntag mit. Auch in zwei Proben desselben Produkts unterschiedlicher Losnummer sowie in sechs weiteren Proben von Produkten der Firma Coppenrath und Wiese, die sich im selben Kühlregal wie die fragliche Torte befunden hätten, seien keinerlei Krankheitserreger gefunden worden. Die endgültigen Ergebnisse stünden aber noch aus.
-
1 Min
Das Kind war am Freitag gestorben, nachdem es ebenso wie fünf weitere Mitglieder der Familie Symptome einer Lebensmittelvergiftung gezeigt hatte. Die im Rhein-Main-Gebiet lebende sechsköpfige Familie hatte die Torte nach Angaben des Wiesbadener Ministeriums am Mittwoch gekauft und davon gegessen. Anschließend hätten alle Familienmitglieder an Übelkeit, Erbrechen und Durchfall gelitten. Nach dem Tod des Mädchens seien zwei andere Kinder vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Behörden hatten daraufhin vor dem Genuss der "Feinen Conditor Auswahl" des in Osnabrück ansässigen Tiefkühlkost-Herstellers gewarnt.
Der Hersteller Coppenrath und Wiese hatte die betroffene Charge des Produkts vorsorglich zurückgezogen. Es handelte sich dabei um "Feine Conditor Auswahl - bunte Sahneplatte - neu sortiert" mit der Füllmenge 800 Gramm, dem Mindesthaltbarkeitsdatum 12/2003 bei minus 18 Grad und der Chargenbezeichnung L2164M119. Die Firma wies darauf hin, dass sie die einwandfreie Beschaffenheit ihrer Produkte im eigenen Verantwortungsbereich garantiere. Für Verbraucher wurde eine Hotline mit der Telefonnummer 0541-9162-0 eingerichtet.
Nach Angaben der Behörden waren die fraglichen Chargen mindestens auch nach Nordrhein-Westfalen und Bayern gelangt. Die Bundesregierung stellte wegen Nachfragen aus dem Ausland die Information auch in das europäische Schnellwarnsystem ein. Die Rückrufaktion werde von den Lebensmittelbehörden in den Kreisen und kreisfreien Städten überwacht, teilte das Verbraucherschutzministerium von Nordrhein-Westfalen mit.