Nach 14 Jahren Haft: DNS-Test rettet Todeskandidaten - DER SPIEGEL
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Nach 14 Jahren Haft DNS-Test rettet Todeskandidaten

In einem Gefängnis im US-Staat Louisiana wartete Albert Burrell auf seine Hinrichtung. Jetzt ist er ein freier Mann. Denn ein DNS-Test bewies: Er ist anscheinend unschuldig.
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Angola/Louisiana - Burrell, 45, war schuldig gesprochen worden, 1987 ein Ehepaar ermordet zu haben. Bereits in der vergangenen Woche kam sein angeblicher Komplize Michael Graham frei. DNS-Tests hatten ergeben, dass die im Haus der Opfer gefundenen Blutspuren nicht von Graham oder Burrell stammten. Beide hatten stets ihre Unschuld beteuert.

Die Staatsanwaltschaft kündigte an, den Fall neu aufzurollen. "Wir wissen nicht, ob sie die Verbrechen wirklich nicht begangen haben", sagte eine Sprecherin. Es gebe aber keine physischen Beweise für eine Schuld der beiden. "Ich kann es kaum glauben", sagte Burrell, als er die Todeszelle verlassen durfte. 1996 war bereits ein Hinrichtungstermin für den Mann angesetzt worden, den seine Anwälte als geistig zurückgeblieben beschreiben. Seine Anwälte erreichten jedoch einen Aufschub.

Im vergangenen Jahr ordnete Bezirksrichterin Cynthia Woodard einen neuen Prozess für Michael Graham an, in dessen Verlauf eine Reihe von Unregelmäßigkeiten in den Verfahren gegen beide Männer festgestellt wurden. So seien in beiden Prozessen keine ausreichenden Beweise präsentiert worden, der Schuldspruch berief sich allein auf Zeugenaussagen. Mehrere Zeugen haben ihre damaligen Aussagen aber in der Zwischenzeit widerrufen.