Nach Gentest Doppelmörder von Torgau beging Selbstmord
Leipzig - Röger zufolge war der Mann kurz vor seinem Selbstmord im Maßregelvollzug Uchtspringe in Sachsen-Anhalt erkennungsdienstlich erfasst worden. Man habe ihn anhand eines Fingerabdruckes und zweier DNS-Spuren als Mörder von Antje und Sandy überführt. Die Ermittler bedauerten, dass der Mann nun nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden könne.
Die Polizei hatte den größten Massengentest der sächsischen Kriminalgeschichte im Raum Torgau gestartet, um dem Täter auf die Spur zu kommen. Der Speicheltest war nach acht Jahren möglich geworden, weil eine alte Spur vom Tatort mit neuen technischen Möglichkeiten entschlüsselt worden war. Ins Visier der Beamten gerieten alle Männer der Jahrgänge 1949 bis 1974. Die Polizei vermutete den Täter in der Region Torgau, hatte zwischenzeitlich die Tests aber auch auf Brandenburg und Sachsen-Anhalt ausgedehnt.
Antje Köhler und ihre Cousine Sandy Hofmann waren am 8. September 1994 in einem Waldstück zwischen Zwethau und Döbrichau bei Torgau spurlos verschwunden. Drei Wochen später wurden ihre Leichen von einem Pilzsammler in Buchholz, 400 Kilometer entfernt südlich von Hamburg gefunden.