Nach Gespräch mit Beckenbauer: Bohlen beginnt zu bereuen - DER SPIEGEL
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Nach Gespräch mit Beckenbauer Bohlen beginnt zu bereuen

Sein Buch "Hinter den Kulissen" spülte Dieter Bohlen sehr viel Geld in die Kassen. Nun sieht der Popsänger die Zeit gekommen, sein Werk zu bereuen. Zum Umdenken hat ihn "Kaiser" Franz Beckenbauer gebracht.
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München - "Ich hätte mir lieber mehr denken und weniger niederschreiben sollen", sagte Bohlen, 49, der Münchener Zeitung "tz". "Manches in meiner letzten Biografie bereue ich jetzt." Zur Einsicht gebracht habe ihn Beckenbauer, 58, mit dem Bohlen gerade gemeinsam einen Werbespot dreht. "Franz hat mir erklärt, dass ich nie mit Wut im Bauch ein Buch schreiben soll", sagte Bohlen. Der Popsänger versprach: "Wenn ich wieder schreibe, dann nur Kinderbücher."

Thomas Anders, sein Partner beim früheren Erfolgsduo Modern Talking, fordert unterdessen von Bohlen eine öffentliche Entschuldigung für die Betrugsvorwürfe. Er habe ein Vergleichsangebot des Verlags Random House abgelehnt, weil Bohlen sich nicht entschuldigen wolle, berichtete Anders in der ZDF-Talkshow "Johannes B. Kerner". "Ich kann mir nicht vorwerfen lassen, dass ich kriminell bin und gestohlen habe", sagte Anders.

Die "Bild"-Zeitung hatte den Vorabdruck aus Bohlens zweitem Buch "Hinter den Kulissen" am 25. September mit der Aufmacher-Schlagzeile: "Dieter Bohlens böse Abrechnung: Thomas Anders ist gierig, faul und skrupellos" gestartet. Bohlen warf Anders und dessen Tourmanager vor, bei der Tournee 2002 mit falschen Abrechnungen betrügerisch kassiert zu haben.

Anders erwirkte gegen das Buch eine Einstweilige Verfügung und stellte in Hamburg Strafanzeige wegen Beleidigung und Verleumdung.