Nach "Katrina"-Desaster: Fema soll aufgelöst werden - DER SPIEGEL
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Nach "Katrina"-Desaster Fema soll aufgelöst werden

Schlechte Führung und mangelhafte finanzielle Ausstattung: Nach Auffassung eines Untersuchungsausschusses des US-Senats sollte die Katastrophenschutzbehörde Fema aufgelöst werden. An ihre Stelle könnte ein neues Amt treten.
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Washington - Die Fema sollte durch ein effektiveres Amt mit größeren Befugnissen ersetzt werden, empfahl der Ausschuss in einem Bericht. Insgesamt enthält das Papier 86 Verbesserungsvorschläge.

Die Behörde habe in den vergangenen Jahren unter schlechter Führung und mangelnder finanzieller Ausstattung gelitten, erklären die Ausschussmitglieder. In seiner gegenwärtigen Struktur könne das Amt aber nicht reformiert werden.

Vorgeschlagen wird deshalb der Aufbau einer neuen Behörde, die in Krisenzeiten direkten Kontakt zum Präsidenten haben soll. Die Fema untersteht dagegen völlig dem Heimatschutzministerium, das selbst erst vor drei Jahren eingerichtet wurde. Dieses sollte dem Untersuchungsbericht zufolge von Grund auf reformiert werden.

Für die neue Behörde wird der Name "Nationales Amt für Bereitschaftsdienste und Krisenreaktion" vorgeschlagen. Dieses soll zwar weiter im Heimatschutzministerium angesiedelt sein und von dort auch seine Finanzmittel beziehen. Finanzielle oder personelle Kürzungen müssten aber vom Kongress gebilligt werden.

Der Wirbelsturm "Katrina" hatte im vergangenen September weite Teile von Louisiana und Mississippi überflutet. Etwa 1300 Menschen kamen ums Leben. Am schwersten betroffen war die Stadt New Orleans. Die Fema ist seitdem dem Vorwurf ausgesetzt, völlig unangemessen auf die Katastrophe reagiert zu haben. Zu den neuen Vorschlägen bemerkte der frühere "Fema"-Direktor Michael Brown, der Senatsausschuss versuche, das Rad neu zu erfinden, ohne konkret zu werden.

Lara Jakes Jordan, AP