Nach Polizistenmord: Gewerkschaften fordern Konsequenzen - DER SPIEGEL
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Nach Polizistenmord Gewerkschaften fordern Konsequenzen

Vier Morde an Polizisten innerhalb weniger Tage: Die Polizeigewerkschaften fordern eine konsequentere Strafverfolgung der Täter sowie eine politische Debatte über die zunehmende Gewaltbereitschaft in Deutschland.
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Wiesbaden - Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Gerhard Vogler, verlangte im Radiosender Berlin aktuell 93,6 eine strengere Bestrafung bei Angriffen auf Polizeibeamte und eine Sonderkonferenz der Länderinnenminister. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Norbert Spinrath, sprach von einer "entsetzlichen Tragödie". Die Spirale der Gewalt in der Gesellschaft dürfe sich nicht weiter hochschrauben.

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch riet den Polizeibeamten zu größerer Vorsicht. "Wir müssen mit den Polizisten reden, dass sie im Zweifel eine Schutzweste tragen", sagte der Regierungschef dem Frankfurter Radiosender FFH. Die Bürger müssten sich wohl auch daran gewöhnen, dass sie öfter einem Beamten mit gezogener Waffe begegneten.

Nach einer Schießerei zwischen zwei Polizisten und einem 25 Jahre alten Türken in der hessischen Ortschaft Niederwalluf/Rheingau war am Donnerstagabend ein 32 Jahre alter Beamter seinen Verletzungen erlegen. Sein 43 Jahre alter Kollege und der Täter wurden schwer verletzt. Beide befanden sich nach Operationen außer Lebensgefahr. Der 43 Jahre alte Beamte, der einen Bauchschuss erlitten hatte, befand sich am Freitag auf dem Weg der Besserung. Erst vor wenigen Tagen waren im Ruhrgebiet drei Polizisten im Dienst erschossen worden.