Nach Regenfällen: Erdrutsch reißt Haus in See - DER SPIEGEL
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Nach Regenfällen Erdrutsch reißt Haus in See

Schweres Unglück in Sachsen-Anhalt: Nach einem Erdrutsch wurde ein Haus in einen See gerissen, die Bewohner wurden von der Katastrophe offenbar im Schlaf überrascht. Drei Menschen werden vermisst - die Behörden gehen davon aus, dass sie nur noch tot geborgen werden können.
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Nachterstedt/Bernburg - Der dramatische Notruf ging im Morgengrauen bei der Feuerwehr ein: Um 5:40 Uhr meldete sich ein besorgter Anwohner des Concordiasees in Sachsen-Anhalt und berichtete, mehrere hundert Meter Land rutschten in den angrenzenden See.

Nach Behördenangaben wurden bei dem schweren Unglück auch zwei Häuser mitgerissen, eines davon versank in dem Gewässer. Wie eine Sprecherin des Salzlandkreises sagte, werden drei Menschen vermisst. Die Behörden gehen davon aus, dass sie während des Unglücks schliefen und ums Leben kamen. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

"Das Ausmaß der Katastrophe ist unvorstellbar", sagte die Sprecherin. Ihr zufolge verschwand ein Areal von 350 mal 150 Metern im Concordiasee, einem gefluteten Tagebau.

Etwa 150 Feuerwehrleute und Rettungskräfte waren im Einsatz. In der Nacht hatte es heftige Regenfälle gegeben. Ein Zusammenhang sei aber eher unwahrscheinlich, hieß es.

64 Menschen wurden aus Häusern im Umkreis in Sicherheit gebracht. Das ehemalige Tagebaugebiet rund um den Concordiasee ist eine beliebte Urlaubsregion mit vielen Ferienhäusern. Auch ein Aussichtspunkt wurde weggeschwemmt.

beb/dpa/ddp/AP