Nach sieben Monaten Vermisstes Mädchen tot gefunden
Alsfeld - Über die Todesursache soll nun eine gerichtsmedizinische Untersuchung Aufschluss geben. Kleidung, die dort sichergestellt wurde, hätten die Eltern des Mädchens zweifelsfrei als die ihrer Tochter identifiziert, wie es hieß. Ihre Hoffnung, dass Johanna noch lebt, hatten sie bis zuletzt nicht aufgegeben: "Wir gingen davon aus, dass Johanna noch lebt", sagte die Mutter am Sonntag. "Als wir die Polizeifotos von dem T-Shirt gesehen haben, war uns aber klar, dass Johanna tot ist". Jetzt hoffen die Eltern darauf, dass die Polizei den Täter schnell fasst. "Ich will diesen Menschen sehen - ich will, dass er nicht mehr frei herumläuft", sagte der Vater.
Das Waldgebiet, wo die skelettierten Leichenteile gefunden wurden, sperrte die Polizei weiträumig ab. Rund 50 Einsatzkräfte durchkämmten die Fichtenschonung auf der Suche nach weiteren Spuren. Unklar blieb zunächst, wo die Leiche des Mädchens ursprünglich abgelegt wurde.
Johanna war am 2. September in ihrem Heimatort Ranstadt-Bobenhausen bei Darmstadt verschwunden; nur ihr Fahrrad wurde in der Nähe eines Sportplatzes entdeckt. Die Suche der Polizei konzentrierte sich zunächst auf einen dunklen VW-Jetta aus dem Hochtaunuskreis, den Zeugen an dem Tag gesehen hatten, als das Mädchen verschwand.
Erfolglos überprüfte die Polizei mehr als 500 Besitzer solcher Fahrzeuge. Bei der Suche nach dem Mädchen wurden auch Taucher eingesetzt, die mehrere Teiche ergebnislos erkundeten. Selbst leer stehende Häuser und Stallungen sowie das Kanalsystem der Wetteraugemeinde wurden untersucht.