Nachbarschaftsstreit: 500.000 Mark teures Cello geht zu Bruch - DER SPIEGEL
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Nachbarschaftsstreit 500.000 Mark teures Cello geht zu Bruch

Das Instrument hatte eine fast 300-jährige Geschichte hinter sich, von einem italienischen Geigenbaumeister hergestellt, nun in Moskau zerstört. Im Streit zwischen einem Musiker und einem Geheimagenten wurde es zertreten.
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Moskau - Zwischen den beiden Nachbarn in einer Moskauer Gemeinschaftswohnung war es zu einer Schlägerei gekommen. Dabei ist das auf etwa 500.000 Mark geschätzte Cello des italienischen Geigenbauers Pietro Guarneri zertrümmert worden. Das 1715 gebaute Instrument aus staatlichen russischen Beständen war laut Presseberichten dem mehrfach ausgezeichneten Cellisten Oleg Wedernikow, 35, zur Verfügung gestellt worden.

Ein betrunkener Oberleutnant des russischen Abhör-Geheimdienstes Fapsi war den Angaben zufolge am Wochenende mit dem Künstler aneinander geraten. Erst habe er ihn geschlagen und dann mehrfach mit dem Stiefel in den Kasten mit dem Cello getreten, erzählte Wedernikow der Zeitung "Kommersant". "Man kann das Cello restaurieren, doch die Qualität des Klangs ist auf jeden Fall verloren", erklärte Wedernikow. Der Oberleutnant bestritt diese Version. Das Instrument sei bei dem Streit vom Schrank gefallen, gab er bei der Polizei an.