Nachbarschaftsterror Ein Jahr Dauerbeschallung mit Radio
Tokio - Als Motiv für ihren Lärmterror gab die 43-jährige Faru aus Osaka an, sie habe sich gegen die Nachbarin wehren wollen. Die habe nämlich ständig an die Wände geklopft, rechtfertigte die Frau ihr Vorgehen.
Nach einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press plärrte das Radio mehr als zehn Monate mit einer Lautstärke von 91 Dezibel. Ein weiterer Anwohner aus der Nachbarschaft klage nach den Radioattacken über chronische Kopfschmerzen und einen Gehörschaden, hieß es.
Bereits im Vorjahr war die Radio-Täterin wegen desselben Verhaltens zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Nachdem sie ihr konfisziertes Radio wiedererhalten habe, sei die Beschallung weiter gegangen.
Nach Angaben der Zeitschrift "Ökotest" liegt die Grenze des erträglichen Krachs bei etwa 120 Dezibel. Bei einer Unterhaltung entstünden etwa 60 Dezibel. Fahre ein Lastwagen in fünf Meter Entfernung vorbei, verursache das etwa 90 Dezibel. Auf ähnliche Werte komme auch eine Bohrmaschine. Bei Großkonzerten würden in der Nähe der Lautsprecher 120 Dezibel erreicht, heißt es in dem Bericht.