Nacktmodells Märchenstunde "Nie Sex mit dem Botschafter"
Berlin - Die inzwischen arbeitslose Berliner Verkäuferin habe nun eidesstattlich erklärt, doch keine Affäre mit Borer gehabt zu haben, berichtet die Zeitung "Bild am Sonntag".
"Ich hatte zu keinem Zeitpunkt eine sexuelle Beziehung zu Herrn Dr. Thomas Borer", habe die 34-jährige Frau in der Erklärung mitgeteilt, die der Zeitung vorliege. Ergänzende Reporterfragen habe sie allerdings nicht beantwortet. Zudem würde sie inzwischen eine eigene Pressesprecherin beschäftigen. Von welchem Geld sei unklar, meldet das Blatt.
Borer erleichtert
Borer äußerte sich über die neue Entwicklung erleichtert. "Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Geschichte konstruiert ist", sagte er. Borer hatte die Affäre mehrmals dementiert. "Meine Frau und ich sind erleichtert, dass jetzt die Wahrheit an den Tag kommt. Und ich danke den vielen Menschen, die auf meiner Seite waren".
Wegen des angeblichen Seitensprungs war der 44-Jährige Anfang April in die Schlagzeilen der Boulevardpresse geraten. Borer sollte daraufhin in das Außenministerium in Bern versetzt werden, lehnte aber ab. Er war nach Ansicht der Schweizer Regierung als Botschafter des Landes in Deutschland nicht mehr tragbar. Borer beendete darauf seine diplomatische Karriere, zog nach Potsdam und kündigte seinen Wechsel in die Wirtschaft an.
Verleumdungsprozess am 16. Juli
Die Berliner Parfümverkäuferin hatte die Affäre mit Äußerungen in der deutschen und schweizerischen Boulevardpresse ausgelöst. Vor allem das Schweizer Boulevardblatt "Blick" breitete ihre Darstellungen aus. Dort hatte sie ausführlich und detailreich ihre angeblichen Begegnungen mit dem zehn Jahre älteren Borer geschildert, bei denen es nur um Sex gegangen sei. Ihr droht nach dem Zeitungsbericht nun ein Strafverfahren wegen Meineids, da sie ihre ersten Angaben ebenfalls eidesstattlich versichert hatte. Die Verleumdungsklage wird am 16. Juli in Berlin verhandelt.
Auch dies mag den plötzlichen Sinneswandel erklären.