Naomi Campbell: Schmerzensgeld vom Boulevardblatt - DER SPIEGEL
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Naomi Campbell Schmerzensgeld vom Boulevardblatt

Naomi Campbell hat ein Gerichtsverfahren gegen das britische Boulevardblatt "The Mirror" gewonnen. Die Zeitung hatte über einen Besuch des Models bei einer Drogenberatung berichtet.
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London - Der High Court (Oberstes Zivilgericht) in London entschied am Mittwoch, dass die Zeitung "Vertrauensbruch" begangen habe. Dabei ging es um die Veröffentlichung eines Foto-Berichts über einen Besuch Campbells bei der Drogenberatung. Zudem habe das Blatt gegen Datenschutzgesetze verstoßen. Der Anklagepunkt auf "Verletzung der Privatsphäre" wurde vom Gericht verworfen. Dem Model wurde ein Schmerzensgeld von 3500 Pfund (5600 Euro) zugesprochen. Die Kosten des Verfahrens wurden auf 200.000 Pfund geschätzt.

Campbell hatte zu Beginn des Prozesses ihre Drogensucht gestanden. "Vor einigen Jahren habe ich eingesehen, dass ich ein Problem habe", hatte sie erklärt. Der Artikel über einen Besuch bei den "Anonymen Drogenabhängigen" vor einem Jahr habe sie jedoch schockiert. Sie habe sich dadurch sehr verletzbar gefühlt.

Die Rechtsvertreter des "Mirror" hatten in dem Prozess geltend gemacht, dass es "kein absolutes Recht auf Privatsphäre" gebe. Prominente wie Campbell könnten sich nicht aussuchen, welche Informationen über sie veröffentlicht werden, sagte Anwalt Desmond Browne. Dagegen erklärte der Richter am Mittwoch, Behandlungen in Zusammenhang mit Drogen hätten notwendigerweise die Qualität der Vertraulichkeit.