Naturereignis: Erdbeben im Südschwarzwald - DER SPIEGEL
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Naturereignis Erdbeben im Südschwarzwald

Ein Erdbeben der Stärke 3,2 hat gestern Abend den Südschwarzwald erschüttert. Noch heftiger wackelte die Erde in Rumänien. Und auf Sumatra löste ein Seebeben Panik unter der Bevölkerung aus.
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Freiburg/Bukarest/Jakarta - Nach Angaben des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg in Freiburg bebte die Erde bei Waldkirch und Simonswald (Kreis Emmendingen) um 21.44 Uhr. Die Tiefe des Erdbebens wurde mit elf Kilometer angegeben. Schäden wurden bislang nicht gemeldet.

Allerdings seien die Erschütterungen von vielen Menschen sehr deutlich gespürt worden. Die Geologen gingen davon aus, dass das Beben wahrscheinlich im Umkreis von etwa 20 Kilometern um das Epizentrum wahrgenommen worden ist.

Das letzte größere Erdbeben in Baden-Württemberg hatte sich am 5. Dezember 2004 in Südbaden ereignet. Damals riss ein Beben der Stärke 5,4 auf der Richterskala Tausende von Menschen aus dem Schlaf. Das Epizentrum hatte bei Waldkirch nahe Freiburg gelegen. Die Erdstöße waren bis zu 250 Kilometer weit spürbar gewesen.

Erdbeben in Rumänien der Stärke 5,2

Ein Erdbeben der Stärke 5,2 hat heute Früh um 4.00 Uhr eine Bergregion in Rumänien erschüttert. Das Erdbebenzentrum lag nach Angaben des Nationalen Instituts für Erdphysik im Gebiet Vrancea am südöstlichen Karpatenbogen in einer Tiefe von 140 Kilometern, wie Radio Bukarest meldete. Das Beben sei in der Hauptstadt Bukarest ebenfalls gespürt worden. Sachschäden seien nicht verzeichnet worden, hieß es.

Bei dem letzten starken Erdbeben am 4. März 1977 starben in Rumänien mehr als 1500 Menschen, zahlreiche Wohnhäuser stürzten ein. Am stärksten betroffen von dem Beben mit einer Stärke von 7,7 war damals Bukarest. Mehr als hundert Hochhäuser in der rumänischen Hauptstadt gelten als extrem einsturzgefährdet, weil die Erdbebenschäden von 1977 nicht behoben worden sind.

Seebeben vor Sumatra

Ein Seebeben der Stärke 6,9 hat die Bewohner der indonesischen Insel Sumatra in Angst und Schrecken versetzt. Das Epizentrum habe vor Westsumatra im Indischen Ozean gelegen, etwa 50 Kilometer nordwestlich der Provinzhauptstadt Padang, teilte die Behörde für Meteorologie und Geophysik in Jakarta mit. Es gab keine Berichte über Verletzte oder Sachschäden. Das Beben war in zahlreichen Städten Sumatras zu spüren gewesen, wie die Experten berichteten. Sie rechneten aber nicht mit einem Tsunami.