Naturkatastrophe: Erdbeben erschüttert Mexiko - DER SPIEGEL
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Naturkatastrophe Erdbeben erschüttert Mexiko

Der Boden wackelte, doch Menschen wurden nicht verletzt: Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat den Süden Mexikos erschüttert. Das Epizentrum lag nordwestlich der Stadt Arriaga.
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Washington - Das Beben ließ Gebäude in der Hauptstadt Mexiko-Stadt schwanken und war an der Golfküste zu spüren. In Teilen des Landes brachen Strom- und Telefonverbindungen zusammen. Es ereignete sich in den frühen Morgenstunden (Ortszeit). Das Zentrum der Erschütterung lag 36 Kilometer nordwestlich der Stadt Arriaga in der Provinz Chiapas in einer Tiefe von 116 Kilometern. Bislang gibt es keine Berichte über Verletzte.

An den Schulen in Chiapas wurde der Unterricht nach dem Erdbeben abgesagt. Besonders stark zu spüren war der Erdstoß in der Provinzhauptstadt Tuxtla Gutierrez, ganze Teile der Stadt waren von der Elektrizitätsversorgung abgeschnitten. Die mexikanische Erdbebenwarte setzte die Stärke des Bebens sogar bei 6,6 auf der Richterskala an.

In Mexiko-Stadt war die Erschütterung nach Angaben des Katastrophenschutzes besonders in Hochhäusern spürbar. Einige wurden demnach vorsorglich geräumt. Ansonsten war die Lage in der Hauptstadt offenbar ruhig: Die Fernsehnachrichten übertrugen Bilder vom normal fließenden Straßenverkehr.

In Mexiko gibt es regelmäßig schwere Erdbeben. Im vergangenen September wurde die westmexikanische Küstenregion Sinaloa von einem Beben der Stärke 6,3 erschüttert, damals kam niemand zu Schaden. Im April ereigneten sich in Mexiko-Stadt zwei Beben der Stärken 6,2 und 6,3. Der verheerendste Erdstoß liegt mehr als zwanzig Jahre zurück: Im September 1985 starben in der Hauptstadt bei einem Beben der Stärke 8,1 auf der Richterskala 35.000 Menschen.

han/Reuters/AP/AFP