Naturkatastrophen: "Stan" wütet über der Golfküste - DER SPIEGEL
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Naturkatastrophen "Stan" wütet über der Golfküste

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 126 Kilometern pro Stunde ist der Hurrikan "Stan" über die mexikanische Golf-Küste hinweggefegt. In Mittelamerika kamen durch die von dem Sturmtief ausgelösten Regenfälle über 60 Menschen ums Leben.
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Veracruz - Als Hurrikan der Kategorie Eins peitschte "Stan" rund 140 Kilometer südöstlich der Stadt Veracruz auf die mexikanische Golf-Küste, schwächte sich dann jedoch zu einem Tropensturm ab. Die wichtigsten Öl-Exporthäfen des Landes wurden geschlossen. Hunderte Menschen flohen angesichts drohender Überschwemmungen.

Von den durch "Stan" zuvor ausgelösten Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen war El Salvador am stärksten betroffen. Dort kamen mindestens 49 Menschen ums Leben. In Nicaragua starben sechs weitere. Acht Tote waren in Guatemala zu beklagen, zwei weitere in Honduras.

Der Zivilschutz Mexikos erwog, im Staat Veracruz Tausende Menschen aus der Gefahrenzone zu bringen. Ein Anwohner fürchtete um sein Holzhaus. "Ich habe Angst, der Wind könnte es wegblasen. Meine drei Kinder sind da drin", sagte er. Wenn das Wasser weiter steige, müsse sie fliehen, sagte eine Mutter von zwei Kindern. "Aber ich will nicht weg, denn hier wird geplündert."

Ähnliche Berichte gab es auch aus anderen südlichen Bundesstaaten Mexikos, aus Tabasco, Oaxaca und Chiapas. In Chiapas, das an Guatemala grenzt, trat in der Stadt Tapachula der Fluss Coatan über die Ufer und richtete dort schwere Verwüstungen an.