Neri Oxman Gattin mit Problem
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Wann auch immer das angefangen hat mit dieser Plagiatsjagerei, es hat eigentlich nur einen einzigen Vorteil. Dass diejenigen, die damals zu faul waren zu promovieren, jeden Abend erleichtert zu Bett gehen können, während die doktorbetitelten zitternd unterm Damoklesschwert liegen. Jüngster Fall: Neri Oxman, 47, amerikanisch-israelische Designerin.
Das Portal »Business Insider« will herausgefunden haben, dass Oxman in ihrer Dissertation am berühmten Massachusetts Institute of Technology (MIT) unsauber gearbeitet hat. Oxman kannte man bisher in Deutschland, wenn überhaupt, nur als »Frau von«, auch wenn sich das nicht mehr gehört. Wobei der »Mann von« Oxman, der Fondsmanager Bill Ackman, selbst dran schuld ist. Denn der mehrfache Milliardär verteidigt seine Frau in aller Öffentlichkeit (das heißt: in den sozialen Netzwerken) mit derartiger Vehemenz und mit solch ellenlangen rhetorischen Verausgabungen, dass der Fall Oxman mittlerweile zu einem großen Medienskandal geworden ist.
Der ist viel zu kompliziert, um ihn hier zu entwirren, es genügen Stichpunkte: Antisemitismus, Harvard, Axel Springer. Explosive Mischung also. In einem Beitrag auf X, der zunächst als Verteidigungspost beginnt, endet Oxman schließlich mit Werbung für ihre eigene Firma, die, natürlich, ihren Namen trägt. »Oxman war bisher unsichtbar«, schreibt sie. Das dürfte sich nun geändert haben.