Neue Kaisermode: Schotten entdecken Nacktwandern - DER SPIEGEL
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Neue Kaisermode Schotten entdecken Nacktwandern

Wer in Schottland einen nur mit Stiefeln und Socken bekleideten Menschen trifft, sollte sich entspannen: Vermutlich handelt es sich nicht um einen Exhibitionisten, sondern lediglich um einen Freund des "boots-only hiking" - des Nacktwanderns.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Immer größer wird der Schar der Wanderer, die so gut wie unbekleidet durch die schottischen Hügel ziehen, berichtet die britische Zeitung "Guardian" am Mittwoch. Nur mit Wanderstiefeln und Wollsocken ausgestattet - eventuell noch einen Sonnenhut - zögen die Freikörperanhänger durch die Wälder.

Das Gefühl der großen Freiheit, so heißt es in dem Bericht, stelle sich beim ersten Mal erst nach einer gewissen Zeit ein. Denn schließlich verkehren auf den Wegen auch herkömmlich bekleidete Wanderer.

Der schlimmste Fehler den ein Nacktwanderer begehen kann, ist es, in die Büsche zu springen wenn andere Spaziergänger näher kommen, wird Tony Baldwin, Begründer des FKK-Clubs Singles' Outdoor, in dem Blatt zitiert. "Das erzeugt einen ziemlich falschen Eindruck." Der Versuch, die Blöße im Gestrüpp zu verbergen, werde mit Sicherheit scheitern.

Statt sich zu verstecken, sei es besser, strammen Schritts auf die anderen Passanten zuzugehen und fröhlich einen 'Guten Tag' zu wünschen. Selbst habe er nie schlechte Erfahrungen gemacht, sagt Baldwin. Und immerhin wandere er bereits seit 12 Jahren unbekleidet durch die Lande. Auf der Internetseite des Clubs wird Interessierten allerdings empfohlen, möglichst wenige benutzte Wege für die ersten Erfahrungen auszusuchen.

Auch auf dem Rad kann Nacktsein Spaß machen

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Foto: SPIEGEL TV
Nacktheimwerken, warum auch nicht?

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Foto: SPIEGEL TV
Ins Schwarze: Freizeitspaß Nacktschießen

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Foto: SPIEGEL TV


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Die schottische Polizei hat an der kaiserlichen Bekleidung allerdings nur bedingten Spaß. Erst kürzlich sei ein Nackter auf Schusters Rappen einkassiert worden. Mit der Auflage vor Gericht zu erscheinen, sei er wieder freigelassen worden. Wenig später fand er sich wieder hinter schwedischen Gardinen. Denn auch vor den Richtern war er mit blankem Gesäß erschienen. Und die fanden das gar nicht lustig.