Nevada: Tausende Menschen fliehen vor Buschfeuer - DER SPIEGEL
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Buschfeuer in Nevada: Kampf gegen die Flammen

Foto: Cathleen Allison/ AP

Nevada Tausende Menschen fliehen vor Buschfeuer

Die Feuerwehr im US-Bundesstaat Nevada kämpft gegen ein Buschfeuer. Im Spielerparadies Reno haben die Flammen Dutzende Häuser zerstört. Etwa 10.000 Menschen mussten zwischenzeitlich ihre Wohnungen verlassen, der Gouverneur verhängte den Notstand.
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Reno - Die Flammen loderten bis zu 13 Meter hoch, vernichteten Gras, Bäume und Häuser: Ein Buschfeuer im US-Staat Nevada ist am Donnerstag durch einen Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis 130 Kilometern in der Stunde außer Kontrolle geraten. Feuerwehrleuten gelang es am Donnerstagabend, das Feuer einzudämmen. Allerdings hatten die Flammen zuvor schon Dutzende Häuser zerstört und etwa 10.000 Menschen gezwungen, ihre Wohnungen zu verlassen. Rund 8000 konnten am späten Abend in ihre Häuser zurückkehren.

Der Bezirk Washoe verhängte den Notstand, den Gouverneur Brian Sandoval später auf ganz Nevada ausweitete. In etwa 2300 Häusern fiel Donnerstagnacht der Strom aus. Etwa 250 Feuerwehrleute seien im Einsatz, teilte Renos Feuerwehrchef Michael Hernandez mit. Berichte über Verletzte oder Tote lagen nicht vor. "Es gibt viele trockene Bäume", sagte ein Sprecher des Sheriffs. "Wir kämpfen mit Mutter Natur und dem Wind." In der Region war 56 Tage lang kein Niederschlag gefallen. Erst in dieser Woche hatte es ein wenig geschneit.

Das Feuer war aus unbekannter Ursache gegen Mittag in der Nähe des Highway 395 ausgebrochen. Er wurde geschlossen. Das Feuer breitete sich auf mehr als 15 Quadratkilometer aus. Beim Anbruch der Nacht waren die Flammen in die Außenbezirke der Stadt vorgedrungen. Flammen waren sogar noch im etwa 16 Kilometer entfernten Stadtzentrum mit seinen Casinos zu sehen.

Die Flammen fraßen sich vom Süden in Richtung Stadtzentrum vor. Vizepräsident Joe Biden musste eine Rede an einer Schule im Süden der Stadt abbrechen, weil die Flammen dem Gebäude näherkamen. Biden hatte etwa 25 Minuten lang gesprochen, als er dem Publikum mitteilte, er müsse seine Bemerkungen abkürzen. Zu diesem Zeitpunkt lag schon der Geruch von Rauch in der Luft.

In der Nacht ließen die starken Winde nach, was die Löscharbeiten erleichterte. Das Wetter könnte zur weiteren Entspannung beitragen: Für Freitag und das Wochenende sind neue Niederschläge vorausgesagt.

ulz/dapd

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