Hoboken in New Jersey: Mehr als 100 Verletzte, mindestens ein Toter bei Zugunglück - DER SPIEGEL
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New Jersey Dutzende Verletzte, ein Toter bei Zugunglück

Im US-Bundesstaat New Jersey ist ein Pendlerzug in einen Bahnhof gekracht. Dabei kam eine Person ums Leben. Dutzende wurden verletzt.
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Ein Pendlerzug ist in der Stadt Hoboken im US-Bundesstaat New Jersey verunglückt und in einen Bahnhof gefahren. Dabei wurde ein Mensch getötet und 108 weitere zum Teil schwer verletzt. Das bestätigte New Jerseys Gouverneur Chris Christie in einer Pressekonferenz am frühen Nachtmittag (Ortszeit). Demnach befand sich das Todesopfer zur Zeit des Unglücks nicht im Zug, sondern auf dem Bahnsteig.

Offiziellen Angaben zufolge sollen 250 Passagiere in dem Zug unterwegs gewesen sein. Bilder zeigen den Bahnhof in schwer beschädigtem Zustand. Auf den Aufnahmen sind umherbaumelnde Kabel und verbogenes Metall zu sehen. Ein Teil des Dachs ist eingestürzt.

Rettungsteams haben mittlerweile alle Insassen aus den Trümmern des Zuges gerettet, so Gouverneur Christie. Ein Mitarbeiter der lokalen Verkehrsbehörde sagte der "New York Times", der Zug sei sehr schnell gefahren. Man mache sich zudem Sorgen um die Statik des Gebäudes.

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New Jersey: Pendlerzug kracht in Bahnhof

Foto: Pancho Bernasconi / AFP

Augenzeugen zufolge soll der Zug einen Prellbock durchbrochen haben und in der Wartehalle des Bahnhofs zum Stehen gekommen sein. Ein Passagier sagte, der Zug habe sich regelrecht durch das Bahngleis gepflügt. "Es waren nur ein paar Sekunden, aber es fühlte sich an wie eine Ewigkeit", sagte der Mann.

Ein Angestellter der Behörde sagte im Fernsehsender CNN, der Zug habe nicht wie vorgesehen im Bahnhof gehalten, sondern sei in voller Fahrt gegen den Betonblock am Ende des Gleises geknallt. Der Prellbock wurde demnach hochgeschleudert und fiel auf das Bahnhofsdach, das daraufhin einstürzte.

Ein weiterer Passagier sagte, der Zug habe abrupt gestoppt, sodass Fahrgäste aus ihren Sitzen geschleudert worden seien. Dazu soll es einen lauten Knall gegeben haben, der sich wie eine Explosion angehört habe.

Wie es zu dem Unglück kam, ist noch nicht bekannt. Eine Sprecherin der Verkehrsbehörde sagte, es würden alle denkbaren Ursachen untersucht.

Der Bahnhof ist derzeit für den Zugverkehr gesperrt. Der Unfall geschah gegen 8.30 Uhr am Morgen, als viele Leute auf dem Weg zur Arbeit waren. Vor allem die ersten beiden Wagons sollen Augenzeugen zufolge gut gefüllt gewesen sein.

Am Bahnhof in Hoboken suchen Experten nun nach der Ursache für das Zugunglück. Die Stadt liegt direkt gegenüber des New Yorker Stadtteils Manhattan, auf der anderen Seite des Hudson-Flusses. Viele Pendler steigen in Hoboken aus, um mit Fähren oder anderen Zügen in die Metropole zu kommen.

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jal/AP/Reuters/AFP