New York: Geiselgangster gab auf - DER SPIEGEL
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New York Geiselgangster gab auf

Nach mehr als fünf Stunden ist eine Geiselnahme auf dem New Yorker John-F.-Kennedy-Flughafen glimpflich zu Ende gegangen. Der Täter ergab sich der Polizei. Vorher hatte er seine beiden Geiseln, den Piloten und den Kopiloten, freigelassen.
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New York - Der bewaffnete Geiselnehmer hatte ein Flugzeug der National Airlines mit 143 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern an Bord in der Nacht in seine Gewalt gebracht. Er ergab sich in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) und wurde von Agenten der amerikanischen Bundespolizei FBI abgeführt.

Ein Sprecher der Flughafenbehörde Port Authority of New York and New Jersey gab den Namen des Geiselnehmers mit Aaron Commey an. Der 22-jährige Schwarze aus dem New Yorker Stadtbezirk Bronx habe keine Beweggründe für die Tat genannt und keine spezifischen Forderungen gestellt.

Commey hatte das Flugzeug am Donnerstagabend (Ortszeit) am Terminal 4 des Kennedy-Flughafens gestürmt, als sich die Crew im Cockpit auf den Abflug nach Las Vegas vorbereitete. Nach Angaben der Flughafenbehörde befanden sich bereits alle Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord. Nach Polizei-Informationen war der Geiselnehmer mit vorgehaltener 9mm-Handwaffe ungehindert durch die Sicherheitskontrollen wenige Meter vom Gate gelaufen.

Er drang in das Cockpit ein und nahm den Piloten und den Kopiloten mit gezogener Waffe als Geiseln. Dann gab er Anweisungen, die Passagiere freizulassen. Sie retteten sich über Notrutschen und Ausgänge ins Freie. Etwa zwei Stunden nach der Geiselnahme ließ Commey den Piloten und eine weitere halbe Stunde später den Kopiloten frei, verschanzte sich aber selbst im Flugzeug.

Erste Berichte, nach denen der Geiselnehmer Kontakt mit dem argentinischen Konsulat verlangt hätte, bestätigte der Sprecher von Port Authority nicht. "Er stellte eine Reihe widersprüchlicher, konfuser Forderungen, beharrte aber nicht auf ihnen", sagte er.

Rund drei Stunden nach Beginn des Geiseldramas waren alle Passagiere und Besatzungsmitglieder unverletzt entkommen oder freigelassen worden. Der Geiselnehmer selbst blieb weitere zwei Stunden im Flugzeug, bevor er sich mit erhobenen Armen ergab und abgeführt wurde.