Erst ein historisches Sport-Ereignis – dann chaotische Szenen mitten in Manhattan.
Zu den Ausschreitungen kam es in der Nacht zu Sonntag nicht im Rahmen der Fußball-WM, die derzeit in den USA, Kanada und Mexiko Fahrt aufnimmt, sondern in Folge des NBA-Gewinns der New York Knicks. Das Team hatte am Samstag zum ersten Mal seit 53 Jahren den Titel gewonnen.
Tausende Fans strömten nach der Übertragung des Spiels auf die Straßen. Einige zündeten Feuerwerkskörper und Rauchgranaten. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.
Das Chaos traf in gewisser Weise aber auch die Fußball-WM: Im Laufe der Nacht setzten Randalierende einen der gelben Schulbusse in Brand, die als Shuttle für Fußballfans nach dem WM-Spiel zwischen Brasilien und Marokko genutzt wurden. Mindestens drei weitere Shuttlebusse wurden von der Menge in der Nacht schwer beschädigt.
Die Polizei sperrte Straßen ab und ließ die feiernden Fans zunächst gewähren. Dann rückten Beamte in Schutzausrüstung vor und räumten die Straßen rund um den Madison Square Garden, die Heimspielstätte der Knicks.
Gegen zwei Uhr morgens wurde einem Mann während der Feierlichkeiten am Times Square in den Fuß geschossen, wie ein Polizeibeamter der Stadt New York mitteilte.
Für New York war es nicht das letzte sportliche Großereignis dieses Sommers: Die Fußball-WM gastiert noch bis in den Juli in der Stadt.