New York Tumulte während "Topmodel"-Casting
New York - Zu Hunderten waren sie aus allen Teilen der USA gekommen, über Stunden harrten sie aus, in der Hoffnung, entdeckt zu werden. Doch das New Yorker Casting von "America's Next Topmodel" endete im Chaos. Die Bilanz: sechs verletzte Topmodel-Aspirantinnen und drei Festnahmen.
Laut Augenzeugenberichten brach unter den Bewerberinnen Panik aus, als das Gerücht verbreitet wurde, ein überhitztes Auto drohe zu explodieren. Die Situation habe sich verschlimmert, als ein Mann aus einem Wagen gesprungen sei und versucht habe, mehreren Frauen das Portemonnaie zu klauen.
Viele Frauen hatten bereits seit Freitagabend vor dem Hotel ausgeharrt, um eine möglichst gute Startposition zu ergattern. Allerdings sei das Casting schlecht organisiert gewesen, monierte die Polizei: weder für Essen noch für Toiletten sei gesorgt gewesen.
Nach dem Tumult wurde das Casting von den Behörden abgesagt. Die Straße vor dem Hotel war mit Schuhen, Kleidungsstücken und Schlafsäcken der Bewerberinnen übersät.
"Es war ziemlich beängstigend", sagte die Bewerberin Jessica Paravati, die nach eigenen Angaben schon die ganze Nacht vor dem Hotel anstand, bis es zu der Panik kam.
Die Show wird in den USA von Supermodel Tyra Banks moderiert, die damit nach eigenen Angaben Alternativen zu Schönheitsstereotypen präsentieren will. Zu dem Casting in New York waren nur Bewerberinnen mit einer Körpergröße von höchstens 1,74 Meter zugelassen, was unter dem Idealmaß der Branche liegt.