Nach einem Jahr in Freiheit New Yorker Uhu »Flaco« gestorben
»Flaco« außerhalb seines Geheges: Der Vogel war rund um den Central Park ein beliebtes Fotomotiv
Foto: Seth Wenig / APMehr als ein Jahr lang hat der Anblick eines Uhus im Herzen New Yorks die Menschen in der US-Metropole begeistert, doch nun hat das Leben von »Flaco« ein tragisches Ende gefunden: Der Vogel sei gestorben, nachdem er vermutlich gegen ein Gebäude geprallt sei, hieß es in einer Mitteilung des Central Park Zoo. Demnach bargen Mitarbeiter des Wildtier-Rettungsdienstes WBF nach einem Hinweis von Augenzeugen seinen Körper vom Boden neben einem Gebäude in Manhattan.
Der Eurasische Uhu war Anfang Februar 2023 aus dem Central Park Zoo entflogen, nachdem Unbekannte das Gitter seines Geheges zerschnitten hatten. Im Laufe der Monate wurde der stattliche Vogel mehrfach im Park und in der umliegenden Gegend gesichtet, fotografiert und sein Abbild als Kuriosum in sozialen Medien geteilt – etwa bei einem Ausflug auf die berühmte Einkaufsstraße Fifth Avenue.
Well, that was a hoot 🦉
— NYPD 19th Precinct (@NYPD19Pct) February 3, 2023
We tried to help this lil wise guy, but he had enough of his growing audience & flew off. @NYCParks Rangers, be on the lookout — he was last seen flying south on 5th Avenue. @BirdCentralPark https://t.co/0kolDDBSY1 pic.twitter.com/AO9F7KSGcr
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Reichlich Nagetiere als Futter
Mitarbeitende hätten »Flaco« während seiner Zeit in Freiheit im Blick gehabt und sich bereitgehalten, ihn bei Anzeichen von Stress oder Schwierigkeiten einzufangen, erklärte der Zoo. Experten hatten befürchtet, dass sich das Tier nach seinem langen Leben in Gefangenschaft nicht mehr selbst ernähren könne. Doch offenbar konnte der Uhu von der Rattenpopulation in New York profitieren und wurde immer wieder auf Gebäuden, Feuerleitern und Wassertürmen gesichtet.
Die Verantwortlichen des Zoos sind der Auffassung, dass der Vogel in Gefangenschaft noch weiter gelebt hätte: »Der Vandale, der Flacos Gehege beschädigte, gefährdete die Sicherheit des Vogels und ist letztlich verantwortlich für seinen Tod«, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Man habe immer noch die Hoffnung, dass die Ermittlungen der Polizei irgendwann zu einer Festnahme führen würden.