News-Ticker: Das Neueste aus dem Erdbebengebiet - DER SPIEGEL
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News-Ticker Das Neueste aus dem Erdbebengebiet

Zehntausende Menschen sind bei dem verheerenden Erdbeben in der Kaschmirregion ums Leben gekommen. Das ganze Ausmaß der Katatstrophe ist noch immer nicht abzusehen. SPIEGEL ONLINE berichtet über die neuesten Entwicklungen aus dem Krisengebiet.
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+++ Indien: Schicksal von 10.000 Menschen unklar +++

[12.16] Allein im indischen Teil Kaschmirs ist das Schicksal von 10.000 Menschen noch unklar. Die Zahl der Toten könne in diesem Gebiet 2000 erreichen, sagt ein hochrangiger Regierungsvertreter der Provinz. Bislang ging die indische Regierung von rund 750 Toten in der Himalaya-Region aus, die im Osten des Epizentrums liegt und teils noch immer von der Außenwelt abgeschnitten ist.

+++ Internationale Hilfewelle läuft an +++

[12.01] Dutzende Regierungen reagieren auf den Hilferuf des pakistanischen Präsident Pervez Musharraf und schicken Einsatzkräfte und Hilfsgüter in das Erdbebengebiet. Die Vereinten Nationen rufen in Genf zu Spenden auf. Es würden mindestens 200.000 winterfeste Zelte benötigt, erklärt die Uno.

+++ Nachbeben ungewöhnlich stark +++

[11.31] Die Anzahl und die Stärke der Nachbeben sind nach Angaben des Geo-Forschungszentrums (GFZ) Potsdam noch immer ungewöhnlich hoch. "Wir haben in den vergangenen zwei Tagen mehr als 40 Nachbeben mit der Stärke 5 oder mehr gemessen", sagt die Seismologin Monika Sobiesiak vom GFZ. Normal seien pro Tag ein oder zwei Nachbeben dieser Größenordnung. "Jetzt sind die Erschütterungen aber wie bei Feuersalven aus einem Gewehr schnell hintereinander gekommen."

+++ Hilfstransporte geplündert +++

[11.26] Überlebende des Erdbebens plündern Militärtransporter mit Hilfsgütern. In Muzaffarabad räumen die Menschen ankommende Fahrzeuge leer und reißen Lebensmittel, Zelte, Decken und Medikamente an sich, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur berichtet.

+++ 50 Millionen Dollar US-Hilfe +++

[11.14] Der US-Botschafter in Islamabad gibt bekannt, das Weiße Haus habe eine Soforthilfe in Höhe von 50 Millionen Dollar bereitgestellt.

+++ Zorn auf die Behörden +++

[10.46] Die Verzweiflung der Überlebenden in der pakistanischen Stadt Muzaffarabad schlägt in Zorn um. Die Menschen sind wütend darüber, dass noch immer nicht ausreichend Hilfe in der einst malerischen Stadt am Fuße des Himalaya eingetroffen sind. "Nicht eine einzige Regierungsbehörde hat in den vergangenen zwei Tagen irgendetwas unternommen", sagt Shamsher Ali aus Muzaffarabad. "Die Menschen graben die Leichen selbst aus den Trümmern."

+++ Kinder nach 48 Stunden gerettet +++

[10.17] Aus den Trümmern einer Schule in Nordpakistan werden zwei Kinder lebend geborgen. Die mit einfachen Werkzeugen nach Überlebenden grabenden Einwohner der schwer zerstörten Stadt Balakot finden am Morgen ein vierjähriges Mädchen und einen sechsjährigen Jungen in den Ruinen. Der Junge wird bewusstlos, unter Schock und mit geschwollenen Gesicht geborgen. Das Mädchen wird ebenfalls mit Verletzungen im Gesicht aus den Trümmern befreit.

+++ US-Hubschrauber auf dem Weg nach Pakistan +++

[10.15] Nach der Bitte um Hubschrauber und Rettungskräfte schicken die US-geführten Koalitionstruppen in Afghanistan Helikopter und Soldaten in das Katastrophengebiet nach Pakistan. Acht Helikopter, davon fünf Transporthubschrauber, und ihre Besatzungen sollten im Laufe des Tages in Pakistan ankommen, teilen die US-Streitkräfte in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit.

+++ Bundeswehr schickt Ärzteteam +++

[9.32] Zur Unterstützung der Menschen in der Erdbebenregion entsendet die Bundeswehr ein Team aus Ärzten, Sanitätssoldaten und Pionierkräften. Wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilt, sollen die rund 50 in Afghanistan stationierten Isaf-Soldaten Medikamente, Betten, Zelte und Decken in das Gebiet nördlich von Islamabad bringen. Das Auswärtige Amt stockt die Katastrophenhilfe auf eine Million Euro auf.

+++ Beben tötet vor allem Kinder +++

[8.54] Das Erdbeben hat nach Armeeangaben vor allem Schulen getroffen und zahlreiche Kinder getötet. "Die Mehrheit der Opfer sind Schulkinder", sagt General Shaukat Sultan. "Die Rettungskräfte bergen Kinderleichen aus den Trümmern in Muzaffarabad, aber es gibt niemanden, der nach ihnen fragt, denn ihre Eltern sind auch tot."

+++ Hoffnung für Überlebende +++

[8.39] Die Hoffnung auch für die Überlebenden in abgelegenen Gebieten wächst. Bis heute sollen Hilfsmannschaften alle betroffenen Regionen erreicht haben, sagt der Sprecher des Pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf, Generalmajor Schaukat Sultan, dem US-Nachrichtensender CNN.

+++ Plünderungen in zerstörten Städten +++

[8.14] Nach Angaben von Bewohner sind in den betroffenen Gebieten zahlreiche Plünderer unterwegs. Die inzwischen angelaufene Hilfe hat viele Menschen noch nicht erreicht, Nahrungsmittel, Decken und Wasser fehlen. Die Menschen plündern leere Wohnungen und auch Tankstellen. In der Hauptstadt der pakistanischen Provinz Kaschmir, in Muzaffarabad, verteidigten Ladenbesitzer ihre Geschäfte.